RÜCKERSTATTUNG VON VORSTEUERN AUS DEM AUSLAND FÜR 2016

RÜCKERSTATTUNG VON VORSTEUERN AUS DEM AUSLAND FÜR 2016 

 

Bei geschäftlichen Aktivitäten in anderen Ländern fallen Vorleistungen an, die ausländische Umsatzsteuer enthalten. Dies ist etwa bei Messebesuchen, Ausstellungstätigkeit, Kongressteilnahmen, bei Kundenbesuchen oder bei der Durchreise der Fall.

 

Österreichische Unternehmer können sich Umsatzsteuern, die im EU-Ausland und in manchen Drittstaaten für Vorleistungen angefallen sind, rückerstatten lassen. Dafür sind bestimmte Voraussetzungen zu erfüllen und Antragsfristen einzuhalten.

 

Die Fristen für Vorsteuererstattungen für das Jahr 2016 in Drittländern sind unterschiedlich. In der Schweiz endet die Frist zB am 30.06.2016 und es ist ein Vertreter zu bestellen. Bei größeren Vorsteuerbeträgen sind die Bestimmungen des jeweiligen Landes vorab zu erheben, um dann den Antrag ordnungsgemäß und fristgerecht stellen zu können.

 

Die Frist für Vorsteuererstattungen 2016 in der EU endet am 30.9.2017.

 

• Der Antrag zur Rückerstattung von Vorsteuerbeträgen in EU-Mitgliedstaaten für 2016 ist bis spätestens Ende September über Finanzonline zu stellen. Relevant ist das Datum der elektronischen Empfangsbestätigung.

• Rechnungen über 1.000,00 € und Tankrechnungen über 250,00 € (jeweils netto) sind dem Antrag als pdf-Datei anzufügen.

• Zu beachten ist, dass der Antrag bis 30.9. vollständig sein muss. Sollten Ergänzungen zum Antrag erforderlich sein, sind diese nur bis zum 30.9. rechtzeitig. Die Frist ist eine nicht verlängerbare Ausschlussfrist! Wir empfehlen eine möglichst frühzeitige Vorbereitung des Antrags, sowie die genaue Prüfung der Voraussetzungen (formale Rechnungsmerkmale).

 

Länderweise unterschiedlich sind Mindestbeträge und Ausnahmen vom Vorsteuerabzug (meist betroffen sind Bewirtungs-, Beherbergungs- und Repräsentationsaufwendungen sowie PKW-Aufwand), über die wir Sie gerne informieren.

 

Die zuständigen Behörden prüfen nicht nur die Rechnungsmerkmale, sondern regelmäßig auch die Unternehmereigenschaft, die Tätigkeit des Unternehmens im Mitgliedstaat (Wozu hat man eingekaufte Gegenstände verwendet? Wieso hat ein Bautrupp 2 Monate lang im Land genächtigt? etc.) und auch die Richtigkeit der Umsatzsteuer in der Rechnung an sich. So kann man sich etwa bei Bestellungen aus Deutschland, die mangels Angabe der UID-Nummer nicht steuerfrei geliefert wurden, die Vorsteuer auch nicht im Rückerstattungswege zurückholen. All dies ist im Vorhinein genau zu prüfen und abzuklären.

 

Sollten Ihnen Umsatzsteuern in Drittländern von mehr als unwesentlicher Höhe in Rechnung gestellt worden sein, setzen Sie sich bitte umgehend mit uns in Verbindung.

 

Anträge für EU Länder sollten spätestens Ende Juli gestellt werden, um ausreichend Zeit für eventuell erforderliche Berichtigungen zu haben.